Workshop 1

Die erste Workshop-Runde findet von 11.30 bis 13.00 Uhr statt.

1.1

Naturwissenschaftsunterricht in der Sek I mit Schülern mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in der Inklusion

Seit zwei Jahren machen wir erstaunlich gute Erfahrungen in unserer neuen I-Klasse im Bereich Naturwissenschaften in der Sek I. Es werden einige Ansätze dazu in Form von Medien, Methoden und Arbeitsformen praktisch und bildlich dargestellt. Auch weniger gelungene Aspekte werden dabei angesprochen.

Arwed Pietzsch (IGS Garbsen)

1.2

Autismus-Spektrum-Störung - Was ist das überhaupt?

Die Autismus-Spektrum-Störung wird vorgestellt und ein kurzer theoretischer Hintergund gegeben. Anhand von konkreten Beispielen sollen sich die Teilnehmer in die andere Art zu Denken hineinversetzen und mögliche Konsequenzen für den Unterricht erarbeiten. Unterstützend dazu werden Grundsätze des TEACCH–Ansatzes vorgestellt.

Annika Kalinowsky (Fachberaterin der Niedersächsischen Landesschulbehörde)

1.3

Ressourcen flexibel und kreativ nutzen! Inklusion in heterogenen Klassen: Erfahrungsberichte und Gelingensbedingungen

Seit fast 10 Jahren werden in der Albert-Schweitzer-Schule, Barsinghausen, Kinder unterschiedlicher Förderschwerpunkte integrativ beschult. Längst wird dort ein inklusives Schulkonzept gewünscht und verfolgt. Wir geben neben inhaltlichen Inputs visuelle Eindrücke aus einzelnen Klassen und stellen hilfreiches Material vor.

Eva Bremer, Grundschullehrerin; Beate Lent, Förderschullehrerin (GS Albert-Schweitzer-Schule, Barsinghausen)

1.4

Auf die Plätze, fertig, los! Stellt die Schule auf den Kopf - ein Crashkurs

AUF DIE PLÄTZE … Lehrer und Lehrerinnen im inklusiven Unterricht als Mitgestalter für inneres und äußeres Wachstum ... und was sind ihre Schulaufgaben ... Wege zu einer Pädagogik der Vielfalt - zu einer neuen Lernkultur. Wege zu einem neuen Verständnis vom Lehren und Lernen ... vom Lehrer zum Lernenden ... zum Lernbegleiter ... zum Entfaltungscoach. FERTIG … Dieser Kurs lädt ein zu einer „neuen“ Lernkultur (Reformpädagogik), sich ihr anzunähern und sich den anstehenden Schulaufgaben zu stellen. Das Lernbüfett ist vorbereitet. Lassen Sie es sich schmecken! LOS ... Zielsetzung der Doppelstunde: Innovative Aspekte individualisierten fächerübergreifenden pädagogischen Handelns in Schule bzw. Unterricht erleben und für die Veränderung von Schule fruchtbar machen.

Lothar Brozio (Förderschullehrer und Seminarleiter im Un-Ruhestand)

1.5

Rituale und Regeln in heterogenen Lerngruppen im Erstunterricht

Seit Jahren arbeiten wir mit heterogenen Lerngruppen und haben die Erfahrung gemacht, dass ein gut durchdachtes und gut vorbereitetes Classroom-Mangement sehr hilfreich ist, um die Lernaktivität aller Schülerinnen und Schüler zu erhöhen. Wir nutzen kooperative Gesprächsformen sowie Formen des Kooperativen Lernens. In diesem Workshop wollen wir uns mit Ritualen und Regeln beschäftigen, die einer Gruppe mit unterschiedlichen Lernausgangslagen hilft, sich gut kennen zu lernen. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass alle besondere Fähigkeiten und Kompetenzen mitbringen. Wir werden an Beispielen herausarbeiten, welche Rituale und Regeln zielführend sind. Rituale: Stuhlkreisbildung, Klassendiskussionen, Gruppenaufgabe, Blitzlicht, Kreisgespräch, Lesekonferenz, Wochenplan, kooperative Spiele, Gesprächsregeln, wertschätzende Gespräche (z. B. „Warme Dusche“). Außerdem stellen wir ein besonderes Training vor, das einzelne Regeln im Unterricht auf spielerische Weise einübt: „Das KlasseKinderSpiel“ nach Hillenbrand & Pütz (2008), urspr. „Good behavior game“ (Barish, Saunders & Wolfe, 1969).

Birgitt Martens, Grundschullehrerin; Frauke Hasselbring, Förderschullehrerin (GS Am Lindener Markt, Hannover)

1.6

Ideenmarkt – Konkrete Unterrichtsbeispiele aus einer Integrationsklasse (GS Meterstraße)

Die Vielfalt der Schülerschaft sollte nicht als Belastung sondern als Chance gesehen werden. Der Workshop soll zeigen, wie sich mit Phantasie, Kreativität und einfachen Mitteln eine für alle Schüler positive Lernatmosphäre für einen erfolgreichen Unterricht schaffen lässt. Dazu möchte ich mit ganz konkreten und auch vielleicht etwas unkonventionellen aber erprobten Unterrichtsbeispielen aus meiner Grundschulklasse, z. B. in den Fächern Deutsch und Mathe, Mut zum gemeinsamen Lernen machen. Des Weiteren möchte ich zur Diskussion anregen und gemeinsam weitere neue Ideen einer guten Unterrichtsgestaltung sammeln und weiterentwickeln. Da ich z.Zt. im 3. Schuljahr als Förderschullehrerin an einer Grundschule unterrichte, sind die Themen entsprechend den Klassen 1 und 2 zugeordnet.

Uschi Wessels, Förderschullehrerin (GS Meterstraße, Hannover)

1.7

Manchmal knallt’s dann auch! – Anregungen und Hilfestellungen zum Umgang mit Teamkonflikten

In diesem Workshop können Sie sich über verschiedene methodische Möglichkeiten informieren, um den Charakter und die Ursachen von Teamkonflikten zu identifizieren. Sie lernen Arbeitsinstrumente für eine lösungsorientierte Umgangsweise mit Problemen und Konflikten im Pädagogenteam kennen. Es besteht die Möglichkeit zu einem Erfahrungsaustausch und zur Weitergabe von Tipps zwischen den Teilnehmenden des Workshops.

Dr. Inge Krämer-Kiliç (Seminarkonrektorin im Studienseminar Lehramt Sonderpädagogik, Hannover)

1.8

Der Raum als dritter, inklusiver Pädagoge

Wir stellen das Konzept der Mira-Lobe-Grundschule vor. Diskutieren möchten wir über die Bedingungen, die inklusiven Unterricht erleichtern: • Der Raum (es gibt kein drinnen und draußen) • Arbeitsplatzgestaltung • Gemeinsame und individuelle Lernphasen • Wahl der Arbeitspartner • Offene Lernformen • Musisch-künstlerische Unterrichtsinhalte

 Susanne Röber, Förderschullehrerin und Schulleiterin der Mira Lobe Grundschule