Workshop 2

Die zweite Workshop-Runde findet von 14.00 bis 15.30 Uhr statt.

2.1

Unterrichtsbegleitendes LernCoaching – Individuell und Mittendrin!

Max kämpft mit seiner LRS, Claas mit einer ausgeprägten ADHS-Symptomatik, Sven ist Asperger-Autist, Anton entwickelt gerade ein neues Hörempfinden mit Cochlea-Implantat, Sina braucht Förderung bzgl. ihrer geistigen Entwicklung. Und alle brauchen die Unterstützung da, wo es gelingen soll: Im Klassenverband und im Klassenraum, individuell und kooperativ. Unterrichtsbegleitendes LernCoaching. Inklusion im Klassenraum er-lebbar machen! Dieser Workshop gibt Ihnen Theoretisches und Praktisches an die Hand, wenn Sie vom Lehrenden zum Coach werden wollen.

Hedwig Gebbeken (LernCoach IGS List, Hannover, Systemische Therapie & Beratung)

2.2

Inklusiver Mathematikunterricht in einer 5. Realschulklasse – Praxisbeispiel Rechenführerschein

Im Schuljahr 2012-13 haben wir unsere ersten eigenen Erfahrungen mit Inklusion in der Sek. I machen dürfen. Gemeinsam unterrichteten wir eine 5. Klasse im Realschulzweig der KGS Neustadt, in der 4 Schüler zieldifferent (3x LE, 1x GE) beschult wurden. In unserem Workshop wollen wir über unsere Erfahrungen berichten, einige Unterrichtsbeispiele aufzeigen und ganz konkret zu dem von uns entwickelten Rechenführerschein arbeiten.

Isabell Wonerow, Realschullehrerin; Maren Block, Förderschullehrerin (KGS Neustadt)

2.3

Vorstellung der Hochschul-Ambulanz der Leibniz Universität Hannover mit dem Schwerpunkt Störungen der Aufmerksamkeit und Selbstregulation

Störungen der Aufmerksamkeit und Selbstregulation (z.B. ADHS) stellen ein Problem mit weitreichenden Folgen für die betroffenen Kinder, aber auch deren Eltern und Bezugspersonen (z.B. Erzieher/innen und Lehrer/innen) dar. Häufig fühlen sich die Beteiligten hilflos im Umgang mit den Kindern, und es gibt viel zu wenige Anlaufstellen für die Betroffenen. Die Hochschul-Ambulanz an der Leibniz Universität Hannover bietet an: • Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und deren Bezugs-/ Betreuungspersonen bei Problemen im Bereich der Aufmerksamkeit und Selbstregulation (z.B. bei ADHS) • Lehrveranstaltungen und Praktikumsmöglichkeiten (unter Supervision) im Rahmen der sonderpädagogischen Ausbildung • Forschungsprojekte im Rahmen von Bachelor-/ Master-Arbeiten, Dissertationen und Habilitationen Zielgruppen sind: • Kinder im Grundschul- und Jugendalter mit Problemen im Bereich der Aufmerksamkeit und Selbstregulation • Eltern der betroffenen Kinder und Jugendlichen • Lehrer/innen der betroffenen Kinder und Jugendlichen Im Workshop wollen wir die Hochschul-Ambulanz vorstellen; wir möchten den Teilnehmer/innen einen Einblick in unsere Arbeit geben und konkrete Fragen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen diskutieren.

Prof. Dr. Katja Mackowiak (Leibniz Universität Hannover)

2.4

„Der Weg, auf dem die Schwachen sich stärken, ist der gleiche wie der, auf dem die Starken sich vervollkommnen.“ (M. Montessori, Schule des Kindes, S. 166)

Der Workshop gibt Einblick in die Prinzipien und in die Gedanken der Montessoripädagogik. Diese Prinzipien können dann für die eigene Unterrichtspraxis aufgegriffen und konkretisiert werden. Es werden einige ausgewählte Montessori-Materialien vorgestellt, so dass ein sofortiger Einsatz im Unterricht möglich ist. Außerdem werden Tipps zur Beschaffung und Herstellung der Materialien gegeben. Dieser Workshop richtet sich an Kollegen und Kolleginnen, die noch keine spezifischen Vorkenntnisse über die Arbeit Maria Montessoris besitzen.

Julia Schunack (Montessori Bildungshaus Hannover)

2.5

Die Mühen der Ebenen – Was tun? Inklusive Pädagogik braucht pädagogische Architektur

Selbstständiges Lernen, individuelle Betreuung, Ganztagsschule und Inklusion passen nicht mehr in die Grundrisse der Vergangenheit, die sich im Wesentlichen aus den Raumtypen Klasse, Flur, Lehrerzimmer, Sanitäranlagen und Schulhof zusammensetzten. Für Eine Schule für Alle! müssen die Typologien angepasst, wenn nicht verändert werden: Es wird darauf ankommen, Räume intelligent mehrfach zu nutzen: Eine Aula kann als Mensa, ein Unterrichtsraum als Projektraum oder die Turnhalle als Versammlungsraum genutzt werden. Jenseits dieser funktionalen Anforderungen zeichnet sich jede gute Schule durch eine eigene typische Atmosphäre aus, die sich aus der Architektursprache, Material, Farbe, Belichtung und Umgebung ergibt. Diese spezifische Stimmung kann ebenso einen Ateliercharakter wie eine Wohnatmosphäre einschließen und ist nicht notwendigerweise an die Schulnutzung gebunden, denn Schulen sind nicht nur Lern- sondern auch Lebensräume. Am Beispiel der Gebrüder-Körting-Schule werden Konflikte von Architektur und inklusivem Schulkonzept aufgezeigt, anhand von Beispielen „Pädagogischer Architektur“ werden Vorschläge zum Umbau der Gebrüder-Körting-Schule erarbeitet. Dieser Workshop richtet sich an Pädagogen und Pädagoginnen, die über eine Barrierefreiheit hinaus Ideen zu einem inklusiven Umbau ihrer Schule entwickeln möchten.

Ekkehard Stückemann (Architekt, BDA Berater für inklusive Architektur)

2.6

Eine Schule für alle entwickeln - der "Index für Inklusion" als Wegweiser auf dem Weg zu eine inklusiven Kultur, Struktur und Praxis in der Schule

Inklusion basiert auf Teilhabe und einer an Werten orientierten Entwicklungsarbeit. Der "Index für Inklusion" hilft dabei, diese Entwicklungsarbeit anzustoßen, bereits vorhandene inklusive Kultur, Struktur und Praxis in der Schule zu identifizieren und weitere Ziele auf dem Weg zu einer Schule für alle zu formulieren. Der Workshop möchte den Teilnehmer/innen Gelegenheit geben, durch konkrete Übungen den Index, sein Potential und seine Einsatzmöglichkeiten in der Entwicklungsarbeit kennenzulernen.

Anke Grafe, Förderschullehrerin (Realschule Buchholz/Nordheide) und Jan Voß, Fachberatener bei einem freien Jugendhilfeträger (Moderatoren für inklusive Prozesse auf Basis des Index für Inklusion)

2.7

ABC-Lernlandschaft – ein offener Lese- und Schreiblehrgang

Die ABC-Lernlandschaft von Erika Brinkmann bietet einen offenen Lehrgang für den Schriftspracherwerb und gleichzeitig genügend Orientierung und Struktur für die Schülerinnen und Schüler aber auch für die Lehrkräfte. Denn als Lehrkraft ist es nicht immer leicht seinen Unterricht zu öffnen, ohne die Orientierung zu verlieren. Mit der ABC-Lernlandschaft kann der Unterricht jedoch schrittweise geöffnet werden, auch wenn bisher wenig Erfahrungen mit offenem Unterricht gemacht wurden. Dies ist im Hinblick auf die inklusive Schule bedeutend, um der heterogenen Schülerschaft gerecht zu werden und allen Kindern einen individuellen Zugang zur Schriftsprache zu ermöglichen. Im Rahmen des Workshops werden wir den theoretischen Hintergrund der ABC-Lernlandschaft erläutern und daraufhin konkret erarbeiten, wie der Unterricht mit diesem Konzept gestaltet werden kann.

Julia Wormann, Lisa Müller (Studierende MA Sonderpädagogik)

2.8

Lesen und Schreiben lernen mit individualisierter Planarbeit

Schülerinnen und Schüler bringen ganz unterschiedliche Lernvoraussetzungen am Schulanfang mit. Um auf diese eingehen zu können, bedarf es eines individualisierten Deutschunterrichts. Mit Hilfe von ritualisierten Übungen zur phonologischen Bewusstheit mit der gesamten Klasse einerseits sowie individualisierten Arbeitsplänen andererseits versuchen wir allen Kindern entsprechend ihres Leistungsvermögens gerecht zu werden, sie zu fördern und zu fordern. Im Seminar werden die von uns verwendeten phonologischen Übungen vorgestellt und gemeinsam umgesetzt. Die indiviualisierten Arbeitspläne werden dargestellt und erläutert.

Catrin Weber, Grundschullehrerin; Elke Lengert, Förderschullehrerin (Grundschule Garbsen-Mitte)