Workshop 1

Die erste Workshop-Runde findet von 11.30 bis 13.00 Uhr statt.

1.1

Ein Team stellt sich vor - die Arbeit im multiprofessionellen Miteinander

Gemeinsames Lernen betrifft Kinder und Erwachsene. Im Team zu arbeiten ist eine große Herausforderung im inklusiven Unterricht. Wir, das Team der Klasse 2a der Grundschule Meterstraße, bestehend aus zwei Heilerziehungspflegerinnen, einer Grundschullehrerin und einer Förderschullehrerin, möchten über unsere Erfahrungen als Team berichten und Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch bieten.

Julia Weiß, Ulrike Olesch, Heilerziehungspflegerinnen; Almut Püschel, Förderschullehrerin; Sarah Thieme, Grundschullehrerin (Grundschule Meterstraße)

1.2

Autismus-Spektrum-Störung - Was ist das überhaupt?

Die Autismus-Spektrum-Störung wird vorgestellt und ein kurzer theoretischer Hintergund gegeben. Anhand von konkreten Beispielen sollen sich die Teilnehmer in die andere Art zu Denken hineinversetzen und mögliche Konsequenzen für den Unterricht erarbeiten. Unterstützend dazu werden Grundsätze des TEACCH–Ansatzes vorgestellt.

Annika Kalinowsky (Fachberaterin der Niedersächsischen Landesschulbehörde), Birgit Heesch-Mäde (Schule Auf der Bult)

1.3

Vorstellung der Hochschul-Ambulanz der Leibniz Universität Hannover mit dem Schwerpunkt Störungen der Aufmerksamkeit und Selbstregulation

Störungen der Aufmerksamkeit und Selbstregulation (z.B. ADHS) stellen ein Problem mit weitreichenden Folgen für die betroffenen Kinder, aber auch deren Eltern und Bezugspersonen (z.B. Erzieher/innen und Lehrer/innen) dar. Häufig fühlen sich die Beteiligten hilflos im Umgang mit den Kindern, und es gibt viel zu wenige Anlaufstellen für die Betroffenen. Die Hochschul-Ambulanz an der Leibniz Universität Hannover bietet an: • Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und deren Bezugs-/ Betreuungspersonen bei Problemen im Bereich der Aufmerksamkeit und Selbstregulation (z.B. bei ADHS) • Lehrveranstaltungen und Praktikumsmöglichkeiten (unter Supervision) im Rahmen der sonderpädagogischen Ausbildung • Forschungsprojekte im Rahmen von Bachelor-/ Master-Arbeiten, Dissertationen und Habilitationen Zielgruppen sind: • Kinder im Grundschul- und Jugendalter mit Problemen im Bereich der Aufmerksamkeit und Selbstregulation • Eltern der betroffenen Kinder und Jugendlichen • Lehrer/innen der betroffenen Kinder und Jugendlichen Im Workshop wollen wir die Hochschul-Ambulanz vorstellen; wir möchten den Teilnehmer/innen einen Einblick in unsere Arbeit geben und konkrete Fragen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen diskutieren.

Prof. Dr. Katja Mackowiak, Dr. Satyam A. Schramm (Leibniz Universität Hannover)

1.4

Rituale und Regeln in heterogenen Lerngruppen im Erstunterricht

Seit Jahren arbeiten wir mit heterogenen Lerngruppen und haben die Erfahrung gemacht, dass ein gut durchdachtes und gut vorbereitetes Classroom-Mangement sehr hilfreich ist, um die Lernaktivität aller Schülerinnen und Schüler zu erhöhen. Wir nutzen kooperative Gesprächsformen sowie Formen des Kooperativen Lernens. In diesem Workshop wollen wir uns mit Ritualen und Regeln beschäftigen, die einer Gruppe mit unterschiedlichen Lernausgangslagen hilft, sich gut kennenzulernen. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass alle besondere Fähigkeiten und Kompetenzen mitbringen. Wir werden an Beispielen herausarbeiten, welche Rituale und Regeln zielführend sind. Rituale: Stuhlkreisbildung, Klassendiskussionen, Gruppenaufgabe, Blitzlicht, Kreisgespräch, Lesekonferenz, Wochenplan, kooperative Spiele, Gesprächsregeln, wertschätzende Gespräche (z. B. „Warme Dusche“). Außerdem stellen wir ein besonderes Training vor, das einzelne Regeln im Unterricht auf spielerische Weise einübt: „Das KlasseKinderSpiel“ nach Hillenbrand & Pütz (2008), urspr. „Good behavior game“ (Barish, Saunders & Wolfe, 1969).

Birgitt Martens, Grundschullehrerin; Frauke Hasselbring, Förderschullehrerin (GS Am Lindener Markt, Hannover)

1.5

Manchmal knallt’s dann auch! – Anregungen und Hilfestellungen zum Umgang mit Teamkonflikten

In diesem Workshop können Sie sich über verschiedene methodische Möglichkeiten informieren, um den Charakter und die Ursachen von Teamkonflikten zu identifizieren. Sie lernen Arbeitsinstrumente für eine lösungsorientierte Umgangsweise mit Problemen und Konflikten im Pädagogenteam kennen. Es besteht die Möglichkeit zu einem Erfahrungsaustausch und zur Weitergabe von Tipps zwischen den Teilnehmenden des Workshops.

Dr. Inge Krämer-Kiliç (Seminarkonrektorin im Studienseminar Lehramt Sonderpädagogik, Hannover)

1.6

"Mein Schüler ist sehbehindert. - Was nun?" - Der Mobile Dienst der Franz-Mersi-Schule stellt sich vor

Die Teilnehmer erleben simulierte Sehbehinderungen und führen damit unterrichtstypische Arbeiten aus, indem sie mit Brillen, die eine Sehschädigung simulieren, an Stationen arbeiten. Es werden mögliche Hilfsmittel, Ausstattung und sehbehindertenspezifische Unterstützungsmöglichkeiten erläutert, sowie Informationen zum Einsatz des Mobilen Dienstes Sehen in Niedersachsen gegeben. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit zur Diskussion und Klärung von offenen Fragen.

Heike Adam, Sabine Dudek, Förderschullehrerinnen, (Franz-Mersi-Schule, Förderzentrum Sehen)

1.7

Sozialer Umgang / Wertschätzung / Wertschöpfung in einer I-Klasse im 7. Jg

Wie funktioniert Inklusion in einem Alter, in dem Kinder oft sich selbst am nächsten sind? Von Ablehnung und Verständnis im Schulalltag. Austausch über Gelungenes, Mutmachendes und Kompliziertes. Zur effizienteren Vorbereitung sind kurze eigene Beispiele an die Mail-Adresse von Arwed Pietzsch erwünscht (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Arwed Pietsch (IGS Garbsen)

1.8

Eine inklusive Grundschule stellt sich vor

In der Gebrüder-Körting-Schule werden Bedingungen geschaffen, Kinder und Jugendliche in ihrer Individualität wahrzunehmen, sie anzuerkennen und sie entsprechend zu fördern. Dies beinhaltet die Notwendigkeit einer frühzeitigen präventiven und stützenden Förderung der sozial benachteiligten und für die schulischen Anforderungen wenig vorbereiteten Kinder, sowie erweiterte Bildungs- und Fördermöglichkeiten für Kinder mit besonderen Begabungen. Gemeinsames Lernen wird in einem größtmöglichen Maß verwirklicht, wobei Fördern ein integraler Bestandteil des Regelunterrichts ist. Jedes Kind hat einen individuellen Förderbedarf und jedes Kind hat einen Anspruch auf Förderung. Die gastgebende Schule mit der Jahrgangsmischung 1-4 und vielfältigen Ganztagsangeboten wird von Mitgliedern des Kollegiums vorgestellt.

Kollegium der Gebrüder-Körting-Schule

1.9

Planung inklusiven Sachunterrichts

Ausgehend von den individuellen Vorstellungen der Kinder zu einem Sachverhalt sollen Wege im Workshop aufgezeigt werden, wie inklusiver Sachunterricht geplant und durchgeführt werden kann, der entlang der Interessen und Schülerfragen eine fachgerechte Auseinandersetzung mit Sachverhalten anbahnt. Im Zentrum stehen Möglichkeiten und Verfahren zur Erhebung und Deutung von Schülervorstellungen auf Sachverhalte sowie Aufgabenformate, die eine Auseinandersetzung mit einem Gegenstand auf vielen Ebenen ermöglichen. Anhand eines konkreten Planungsmodells von Sachunterricht, das sich an den Fragen von Kindern orientiert, werden die zuvor aufgezeigten Elemente inklusiven Sachunterrichts veranschaulicht.

Prof. Dr. Claudia Schomaker (Leibniz Universität Hannover, Institut für Sonderpädagogik)