Workshop 1

Die erste Workshop-Runde findet von 11.30 bis 13.00 Uhr statt.

1.1

Autismus-Spektrum-Störung - Was ist das überhaupt?

Die Autismus-Spektrum-Störung wird vorgestellt und ein kurzer theoretischer Hintergund gegeben. Anhand von konkreten Beispielen sollen sich die Teilnehmer in die andere Art zu Denken hineinversetzen und mögliche Konsequenzen für den Unterricht erarbeiten. Unterstützend dazu werden Grundsätze des TEACCH–Ansatzes vorgestellt.

Annika Kalinowsky (Fachberaterin der Niedersächsischen Landesschulbehörde), Birgit Heesch-Mäde (Schule Auf der Bult)

 

1.2

Selbstregulation und Aufmerksamkeit

Kinder mit Störungen der Aufmerksamkeit und mangelnder Selbstregulation fällt es oftmals schwer dem Unterricht zu folgen, ihr Potential einzubringen und zu kooperieren. Dabei sind Aufmerksamkeit und Selbstregulation notwendige Voraussetzungen, um erfolgreich zu lernen und sich sozialkompetent zu entwickeln. In diesem Workshop werden die neurophysiologischen Zusammenhänge der Aufmerksamkeitsaktivierung und Selbstregulation erläutert. Es werden Strategien vorgestellt, welche einfach in den Unterricht integriert werden können, um die Aufmerksamkeitsaktivierung und Selbstregulation der Kinder zu verbessern und unerwünschtes Problemverhalten zu minimieren. Angesprochen werden z.B.: Arbeitspositionen und Ergonomie im Klassenzimmer, Aufpass- und Zentrierungsübungen, Wach-mach- und Ruhig-mach-Tricks.

Britta Winter (Institut Therapie + Wissen, Wunstorf)

 

1.3

Differenzierung und Individualisierung im Grundschul-Unterricht

Wie kann Individualisierung geplant und organisiert werden? Wie kann Unterricht schrittweise anders organisiert werden, damit ich mich als Lehrkraft nicht selbst völlig überfordere? Welche Gemeinsamkeiten lassen sich im Rahmen individualisierten Unterrichts mit allen Schülern noch finden? Und, wenn ich mich selbst entscheide, mich auf den Weg zur Individualisierung zu machen, wie nehme ich die Elternschaft mit? In diesem Workshop gibt es keine Patentrezepte, sondern Anregungen und Praxistipps, die kleine Steinchen im Mosaik individualisierten Unterrichts darstellen.

Elke Lengert, Catrin Weber (Grundschule Garbsen-Mitte)

 

1.4

Hilfe, mein Schüler hat einen Talker!
Unterstützt kommunizierende Schüler im Unterricht einbeziehen

In dem Workshop geht es um den Unterricht von Klassen, in denen einige Schülerinnen und Schüler mit einem Talker, mit Gebärden oder einer Bildermappe sprechen. Welche Besonderheiten muss ich im Unterrichtsgespräch oder bei Gruppenarbeiten beachten? Wie kann ich Arbeitsaufträge so gestalten, dass auch unterstützt kommunizierende Schüler/innen sich aktiv beteiligen können? In dem Workshop wird mit vielen Beispielen und konkreten Übungen ein erster Eindruck vom gemeinsamen Unterricht von unterstützt und „mundsprechenden" Schülern ermöglicht.

Dr. Imke Niediek (Universität Leipzig, ISAAC-Referentin) sowie Britta Godow mit Sohn Lennart (IGS Roderbruch, 5. Klasse)

 

1.5

Unterrichtsbegleitendes Lerncoaching - Inklusion erlebbar machen

Max kämpft mit seiner LRS, Claas mit einer ausgeprägten ADHS-Symptomatik, Sven ist Asperger-Autist, Anton entwickelt gerade ein neues Hörempfinden nach Cochlear-Implantat, Sina braucht Förderung bzgl. geistiger Entwicklung. Und alle brauchen die Unterstützung da, wo es gelingen soll: Im Klassenverband und im Klassenraum, individuell und kooperativ. Unterrichtsbegleitendes LernCoaching. Inklusion im Klassenraum er-lebbar machen! Dieser Workshop gibt Ihnen Theoretisches und Praktisches an die Hand, wenn Sie vom Lehrenden zum Coach werden wollen.

Hedwig Gebbeken (LernCoach IGS List, Hannover)

 

1.6

Jahrgangsübergreifendes Lernen als Antwort auf Inklusion?

Wenn Unterricht allen Kindern, auch denen mit verschiedenen Unterstützungsbedarfen gerecht werden soll, muss er so gestaltet sein, dass alle partizipieren und profitieren können. Die Heterogenität der Schülerinnen und Schüler, die gemeinsam in einer Klasse lernen, ist im Zuge der Inklusion weiter gewachsen. Die Bewältigung dieser Herausforderung kann nach unserer Erfahrung in einer jahrgangsgemischten Klasse gut gelingen. Ziel des Workshops soll es sein, einen Weg zu finden, bei dem die Heterogenität die Gruppe nicht bremst, sondern bei dem die gesamte Lerngruppe von ihrer Vielfalt profitieren kann. Auch wenn oder gerade weil die äußeren Bedingungen in der Schule oft nicht besonders gut sind, soll der Workshop Mut machen, sich auf die neue und komplexe Aufgabe einzulassen.

Susanne Lorenz (Förderschullehrerin), Antje Geister (Grundschullehrerin), Primarbereich der IGS Roderbruch Hannover

 

1.7

Inklusiver Unterricht in der 5. und 6. Klasse einer IGS

Es werden Einblicke in ritualisierte Abläufe der Klassenstufen 5 und 6 gegeben. Wir werden Arbeitsformen präsentieren und organisatorische Herausforderungen beleuchten. Ansonsten gilt es, Fragen und Unsicherheiten zu klären.

Anne Reinke, Anika Schuberkis, Volkmar Alms (IGS Linden Hannover)

 

1.8

Inklusion leben - Hand in Hand durch den Schulalltag am Gymnasium

Dieser Workshop richtet sich vor allem an interessierte Lehrerinnen und Lehrer aus dem Gymnasium sowie an Förderschullehrerinnen und Förderschullehrer, die am Gymnasium eingesetzt sind.

Jacqueline Looß, Andreas Cordes (Otto-Hahn-Gymnasium Springe)