Workshop 1

Die erste Workshop-Runde findet von 10.45 bis 12.15 Uhr statt.

 

1.1

Zusammenarbeit mit Schulassistenz im Schulalltag

Im Rahmen inklusiver Beschulung haben Kinder mit geistiger oder körperlicher oder seelischer Behinderung häufig eine Schulassistenz zur Unterstützung an ihrer Seite. Dabei steht die Schulassistenz vor der Herausforderung den gesetzlichen Ansprüchen des Kindes (Sozialhilfe und Jugendhilfe) einerseits, und den Bedürfnissen der Schule andererseits sowie den Erwartungen der Eltern gerecht zu werden. Oft bestehen für den schulischen Alltag keine ausreichenden Absprachen zwischen den verschiedenen Akteuren, wie die Zusammenarbeit gestaltet werden kann, um die Teilhabe der Schülerin und des Schülers sicher zu stellen.
Der Workshop versucht mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Möglichkeiten und Grenzen für den Einsatz von Schulassistenz zu erarbeiten und daraus praktische Alltagshilfen zu entwickeln, um den Prozess der Zusammenarbeit zu fördern.

Eva-Maria Geist (wissenschaftliche Mitarbeiterin der Leibniz Universität Hannover, Institut für Sonderpädagogik), Sylvia Thiel (Region Hannover, Dezernat für Soziale Infrastruktur)

 

1.2  ausgebucht!

Praxistipp: Nachteilsausgleiche in unterschiedlichen Lern- und Entwicklungsbereichen

In der Veranstaltung werden gesetzliche Grundlagen, Verfahrenshinweise des MK und Empfehlungen zur Praxis möglicher Nachteilsausgleiche in unterschiedlichen Lern- und Entwicklungsbereichen von Klasse 1- 13 behandelt und Gelegenheit gegeben, sich über eigene Erfahrungen mit dem Thema auszutauschen. Die Empfehlungen umfassen die Bereiche Sprache und Sprechen, Leichte Sprache, Sehen, Hören, körperlich-motorische Entwicklung, Krankheit, Autismus-Spektrum-Störung und LRS. Für die o.g. Bereiche stehen selbstverständlich Handouts zu Verfügung. Erste Ideen zu Nachteilsausgleichen für den Schwerpunkt „Emotional-soziale Entwicklung“ können im Workshop gemeinsam erarbeitet werden.

Sabine Schrader (Förderschullehrerin an der IGS Kronsberg)

 

1.3

Asperger-Autismus: „Zu viele Gesichter“

Nicht nur, dass es den Aspergern selbst manchmal zu viele Gesichter sind, auf die sie sich da tagtäglich in der Schule einstellen sollen. Nein, auch uns erscheint jedes Asperger-Syndrom in einem neuen Gesicht. Es gibt sie nicht, DIE ASPERGER. Wenn wir es vorher noch nicht verstanden hatten, was individuelles Arbeiten im Unterricht bedeutet, dann müssen wir es spätestens mit Asperger-Autisten lernen. Wenn wir ein paar grundlegende Tatsachen, die damit verbunden sind, er-kannt, verstanden haben, dann können auch wir endlich Abschied nehmen von dem Versuch, irgend jemanden an ein Modell anzupassen.

Hedwig Gebbeken (Systemische Therapie, Lerntherapie, Lehrer-Seminare & Workshops)

 

1.4

Sprache verstehen und Sprache sprechen bei Kindern mit besonderen Herausforderungen

Was ein Kind spricht, h ö r e ich. Was ein Kind tatsächlich versteht, a h n e ich oft nur. Ich zeige Möglichkeiten auf, dies genau festzustellen, um so eine konstruktive Brücke zu bauen zwischen Kind und Lehrern und Kind und Mitschülern. Ich möchte im Workshop eine praktische und mit wenig Aufwand verbundene Möglichkeit aufzeigen, das SPRACHVERSTÄNDNIS, das manchmal durch das anstrengende oder schwierige Sprechen verborgen ist, genauer herauszufiltern. So können wir die Kinder im Rahmen der Inklusion gemäß ihrer individuellen, kognitiven Fähigkeit angemessener ansprechen, ihnen Aufträge erteilen, sie insgesamt möglichst sinnvoll in den Unterricht integrieren. Dazu löse ich einen entsprechenden Anteil aus dem Test „Reynell“ heraus. Ich erzähle über entsprechende Erfahrungen aus der Praxis anhand von Beispielen und wünsche mir, mit den Workshop-Teilnehmern in einen anschaulichen Austausch zu kommen.

Ute Görke-Vorwerk (staatl. geprüfte Logopädin, freiberuflich tätig im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) in Burgdorf, freiberuflich tätig in eigener Praxis in Hannover-Linden)

 

1.5

Binnendifferenzierung und Inklusion im Mathematik-Unterricht der Klassenstufen 5-10

Elemente der Binnendifferenzierung: Kompetenzraster, mehrspaltige Tests, kooperative Themeneinstiege, Training selbstständigen Arbeitens, Unterrichtsmethoden.
Spezifische Materialien zur inklusiven Beschulung: erweiterte Kompetenzraster, angepasste Tests, handlungsorientierte Materialien.

Rudolf Thomann (IGS Kronsberg)

 

1.6

Pädagogik bei Verhaltensstörungen trifft Gymnasium

In diesem Workshop sollen die Erfahrungen in der gemeinsamen Arbeit am Gymnasium vorgestellt werden. Was kann in der gemeinsamen Arbeit entstehen? Wie kann man sich gegenseitig unterstützen? Und wie können die 3,5 Stunden Zusatzbedarf, die es für den Schwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung gibt, sinnvoll genutzt werden?

Annika Kalinowsky (Schule auf der Bult), Stephanie Schwarz (Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium)

 

1.7  entfällt leider!

Berufsorientierung junger Menschen – Ressourcenaktivierung & innere Haltung

Was brauchen junge Menschen von uns für ihre berufliche Orientierung, damit sie hilfreiche Ressourcen in sich aktivieren und gute Entscheidungen treffen können? Wir machen uns in diesem Workshop auf die Suche danach, was es von uns braucht, damit junge Menschen sich auf das Abenteuer einlassen können, (Berufs-)Wege zu denken, die sie bisher so noch nicht gedacht haben. Wie können wir unsere Begleitung gestalten, so dass potenzielle neue Identitäten probeweise gedacht und sinnlich erlebt werden können.
Welche Haltung brauchen wir, wenn wir den Raum der zukünftigen Möglichkeiten der Jugendlichen möglichst lustvoll erkunden wollen? Welche Rollen nehmen wir ein? Was bedeutet diese Rollenklarheit für unsere Selbststeuerung?

Stefanie Groos, Sabine Lüdtke-Pilger (Joblabor)

 

1.8  ausgebucht!

Classroom-Management

Classroom-Management umfasst die Gesamtheit aller Verhaltensweisen und Unterrichtsaktivitäten von Lehrkräften mit dem Ziel, ein optimales Lehr- und Lernumfeld für alle Schülerinnen und Schüler herzustellen.
In diesem Workshop werden ausgewählte Präventions-, Unterstützungs- und Interventionsstrategien vorgestellt, die es ermöglichen, Bedingungen in einer heterogenen Lerngruppe zu schaffen, unter denen Lernen überhaupt erst möglich ist.

Dr. Katja Schröder (Förderschule Maximilian-Kolbe, Hannover)