Workshop 1

Die erste Workshop-Runde findet von 12.45 bis 14.15 Uhr statt.

 

1.1

GS Fuhsestraße – Arbeiten und Lernen an einer inklusiven Stadtteilschule

Die GS Fuhsestraße liegt im Stadtteil Leinhausen im Westen Hannovers. Seit 15 Jahren arbeiten wir im Regionalen Konzept Nordwest mit. Zurzeit werden 12 SchülerInnen mit sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfen in allen Klassen und Jahrgängen inklusiv unterrichtet. An konkreten Beispielen unserer schulischen Praxis (z.B. multiprofessionelle Teams, Übergang zur weiterführenden Schule, Organisation des Schulalltags, Beispiele inklusiven Schullebens) erfahren die in Gelingensbedingungen von Inklusion unter den aktuellen Bedingungen.

Frank Post (Dipl. Pädagoge/Schulleiter, GS Fuhsestraße)

 

1.2

Einrichtung und Durchführung einer Lernwerkstatt zum (Erst)Lesen für alle

In diesem Workshop soll dargestellt werden, wie eine Lernwerkstatt für alle (Erst)Leser geplant, organisiert, hergestellt und praktisch durchgeführt werden kann. Nach der Vorstellung der theoretischen Grundlagen und der Organisation der Lernwerkstatt gibt es im Workshop die Möglichkeit die Lernwerkstatt auch praktisch kennenzulernen und auszuprobieren.

Ulrike Böger (Grundschullehrerin, GS Fuhsestraße), Stefan Kiehne (Förderschullehrer, Wilhelm-Schade-Schule/GS Fuhsestraße)

 

1.3

Inklusiver Unterricht als Alltagsgeschäft

Wie kann Unterrichtsalltag gelingen, wenn Schülerinnen und Schüler einer Klasse grundlegend unterschiedliche Lernvoraussetzungen mitbringen? In diesem Workshop sollen den Teilnehmern anhand eines praktischen Beispiels Vorschläge unterbreitet werden, den Unterricht so zu gestalten, dass alle Schülerinnen und Schüler (einen durchaus unterschiedlichen) Lernzuwachs verzeichnen können. Hierbei soll ein besonderer Schwerpunkt auf kooperative Lernformen und die Arbeit im (Lehrer-)Team gelegt werden. Im Anschluss an die praktische Erprobung wird den Workshopteilnehmern die Möglichkeit gegeben, das Erlebte zu reflektieren und zu diskutieren.

Steffen Wolpert (Regelschullehrer, Ev. IGS Wunstorf), Silke Grams (Sonderpädagogin, Ev. IGS Wunstorf)

 

1.4

Differenzierung im inklusiven Unterricht einer IGS

Das Klassenteam einer inklusiven Klasse mit Schülerinnen und Schülern, u.a. mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, an der IGS Linden stellt anhand von Beispielen aus den verschiedenen Unterrichtsfächern seine Umsetzung von Differenzierung vor. Unter Berücksichtigung der individuellen Lernausgangslagen innerhalb ihrer heterogenen Lerngruppe und den vorhandenen Rahmenbedingungen wird eine bunte Palette an Möglichkeiten gezeigt, wie Differenzierung im Unterricht gestaltet werden kann.

Anika Schuberkis, Anne Reinke, Volkmar Alms (IGS Linden)

 

1.5

Kollegiale Fallberatung – gemeinsam Lösungen finden

Inklusiver Unterricht stellt Lehrerinnen und Lehrer stets vor neue Herausforderungen. Die unterschiedlichen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler, Verhaltensauffälligkeiten und Unterrichtsstörungen, Absprachen mit Kollegen verschiedener Professionen und das Gefühl mangelnder Kompetenz im Umgang mit diesen Herausforderungen belasten den Unterrichtsalltag. Die kollegiale Beratung ist eine Methode, um im Team in einer vertrauensvollen, wertschätzenden Umgebung gemeinsam nach kreativen Ideen und Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Im Workshop wird die Methode vorgestellt und anhand eines Fallbeispiels erprobt. Sie lässt sich leicht in jedes Kollegium implementieren und schafft kurzfristig Entlastung. Längerfristig hat sie das Potenzial, Überforderungstendenzen vorzubeugen.

Charlotte Mirzaie (Ev. IGS Wunstorf)

 

1.6

Work in progress – Inklusive Welterkundung an der Otfried-Preußler-Schule in Hannover

Ein Team, bestehend aus einer Grundschulpädagogin und einer Sonderpädagogin, zeigen Lernchancen der inklusiven Welterkundung in der Praxis anhand konkreter Beispiele seit Beginn der ersten Klasse. Wir begleiten die Schülerinnen und Schüler bei der Bearbeitung von Forscherfragen und bei der Auseinandersetzung mit dem Kompetenzmodell der Welterkundung. Eine wahre Herausforderung aufgrund der geltenden Rahmenbedingungen der seit ca. 2 Jahren eingeführten inklusiven Grundschule in Niedersachsen.

Sabine Rodenberg, Christine Plitt (Sonder-/Grundschulpädagogin, Otfried-Preußler-Schule Hannover)

 

1.7

Zusammenarbeit mit Eltern - von Krisen und Chancen  entfällt!

Zusammenarbeit mit Eltern ist (auch nach dem Index für Inklusion) ein wichtiger Bestandteil pädagogischer Arbeit. Hierzu gehören die institutionalisierten Gespräche und Kooperationsanlässe ebenso, wie die vom aktuellen Tagesgeschehen beeinflussten Situationen „zwischen Tür und Angel“. Welche Möglichkeiten gibt es, Kommunikationsangebote und Kooperationsformen zu gestalten? Welche Fragen, Schwierigkeiten oder Probleme tauchen auf und wie kann man diesen begegnen? Welche Prämissen und Maximen bestimmen die Zusammenarbeit mit Eltern unter Berücksichtigung des Index für Inklusion? Im Rahmen des Workshops wollen wir gemeinsam erarbeiten, auf welche Weise die Zusammenarbeit mit Eltern positiv gestaltet werden kann und welche Kriterien zu diesem Zweck hilfreich und zielführend sind.

Anja Jung (Supervisorin)

 

1.8

Was bist du wert? Wertschätzung im inklusiven Unterricht

Was wir an dem Anderen wertschätzen, messen wir an dem, was uns wertvoll ist. Wertschätzendes Handeln ist damit immer auch Erziehung im Sinne unserer Wertevorstellungen. In erfolgreichen Unternehmen ist Wertschätzung ein zentraler Schlüssel zum Erfolg. Wer wertgeschätzt wird (und auch selbst wertschätzend agiert), ist gesünder, produktiver, erfährt positive Rückmeldungen. Wertschätzung gegenüber Kollegen und Freunden scheint jedoch anderen Regeln zu unterliegen als gegenüber Schülern, da bei letzteren der Erziehungsauftrag zentral ist bzw. uns manchmal im Wege steht. In diesem praxisorientierten Workshop soll der Zusammenhang zwischen eigenen Werten und Wertschätzung deutlich werden. Zudem werden wir zeigen, dass das, was in Wirtschaftsunternehmen einen zentralen Stellenwert hat, in der Schule schon seit langem bekannt ist. Täglich schätzen wir wert, in kleinen und großen Handlungen. Setzen wir unser unbewusstes Handeln bewusst ein, so erhöhen wir Lernerfolge. Anhand von Forschungsberichten und praktischen Übungen verdeutlichen wir den besonderen Zusammenhang von Wertschätzung und Inklusion.

Gesa Markmann, Prof. Dr. Claudia Osburg (Universität Hamburg)
Gesa Markmann arbeitet derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Sektion Schulpädagogik mit dem Arbeitsschwerpunkt Inklusion. Claudia Osburg ist Professorin für (Grund-)Schulpädagogik mit dem Arbeitsschwerpunkt Inklusion. Beide sind Förderschullehrerinnen.