Workshop 2

Die zweite Workshop-Runde findet von 14.45 bis 16.15 Uhr statt.

 

2.1

Der Raum als dritter, inklusiver Pädagoge

Wir stellen das Konzept der Mira-Lobe-Grundschule vor. Diskutieren möchten wir über die Bedingungen, die inklusiven Unterricht erleichtern: Der Raum (es gibt kein drinnen und draußen) – Lernlandschaften – Arbeitsplatzgestaltung - Gemeinsame und individuelle Lernphasen - Wahl der Arbeitspartner - Offene Lernformen - Musisch-künstlerische Unterrichtsinhalte - Arbeit im multiprofessionellen Team
Die Mira Lobe Grundschule arbeitet im vierten Jahr seit der Gründung. Wir schreiben Verschiedenheit groß, indem wir jahrgangsübergreifend mit den Jahrgänge 1,2,3 und 4 arbeiten. Als lernende Institution arbeiten wir ständig an unserem Konzept und verändern uns, um den Anforderungen, die die Kinder an uns stellen, gerecht zu werden. Auch die Räumlichkeiten verändern wir immer wieder mit Hilfe eines variablen Mobiliars und auch unkonventionellen Lösungen. Unsere Lernlandschaften sehen immer wieder anders aus, und es sind immer wieder andere Kinder, die sie nutzen. Grundlage unserer Arbeit ist eine Kultur der Wertschätzung aller, der Kinder, der Mitarbeitenden und der Eltern. Wir lernen alle und arbeiten auf Augenhöhe miteinander. Auf diesem Hintergrund entwickelt sich die Schule zu einem Lebensraum für Alle von morgens früh bis zum späten Nachmittag. Gerne berichten wir aus unserem Alltag, von unseren neuen Projekten und von unseren Problemen, und legen Wert auf drei Aspekte:

  • Die Tages/Wochenstruktur für ein rhythmisiertes Lernen
  • Das multiprofessionelle Team
  • Der Raum als dritter Pädagoge

Wir suchen aber auch den Austausch mit Euch und Ihnen, um selbst wieder neue Ideen mit in die Schule zu nehmen.

Susanne Röber, Steffen Meier, Marion Überschar (Mira-Lobe-Schule)

 

2.2

Regionale Inklusionskonzepte – Systematische Hilfen zur Umsetzung inklusiver Strukturen

Am Beispiel des regionalen Konzeptes Hannover Nordwest soll gezeigt werden, welche Möglichkeiten und Chancen die Zusammenarbeit von Grundschulen und weiterführenden Schulen im Rahmen eines gemeinsamen Inklusionskonzeptes bestehen. Dazu sollen organisationale und inhaltliche Schwerpunkte der gemeinsamen Arbeit vorgestellt werden.

Dirk Reiche (Förderschullehrer, Wilhelm-Schade-Schule, Leiter regionales Konzept Nordwest)

 

2.3

Kollegiale Fallberatung – gemeinsam Lösungen finden  entfällt!

Inklusiver Unterricht stellt Lehrerinnen und Lehrer stets vor neue Herausforderungen. Die unterschiedlichen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler, Verhaltensauffälligkeiten und Unterrichtsstörungen, Absprachen mit Kollegen verschiedener Professionen und das Gefühl mangelnder Kompetenz im Umgang mit diesen Herausforderungen belasten den Unterrichtsalltag. Die kollegiale Beratung ist eine Methode, um im Team in einer vertrauensvollen, wertschätzenden Umgebung gemeinsam nach kreativen Ideen und Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Im Workshop wird die Methode vorgestellt und anhand eines Fallbeispiels erprobt. Sie lässt sich leicht in jedes Kollegium implementieren und schafft kurzfristig Entlastung. Längerfristig hat sie das Potenzial, Überforderungstendenzen vorzubeugen.

Charlotte Mirzaie (Ev. IGS Wunstorf)

 

2.4

Teamteaching und Unterrichtsorganisation

Geredet wurde genug. Wir packen es an. Wir stellen die wichtigsten Bausteine und Handlungsfelder unserer Schule vor.

Team Gebrüder-Körting-Schule (Grundschule, Hannover)

 

2.5

Spielerisch im Hier und Jetzt - Kinderyoga in der inklusiven Grundschule, eine optimale Möglichkeit der präventiven ganzheitlichen Gesundheitsbildung und Persönlichkeitsförderung

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen/Forschungsergebnisse weltweit belegen die vielfältigen positiven Wirkungen von Yoga auch und gerade für Kinder im Grundschulalter. Das Üben von Yoga macht den Kindern Spaß und tut ihnen nachhaltig rundum gut – insbesondere auch denjenigen mit besonderem Unterstützungsbedarf. Die ausgewogene Mischung von Bewegung und Ruhe harmonisiert Körper, Seele und Geist. Und das Tolle: Beim Yoga geht es nicht um Konkurrenz und Leistungsdruck – jeder übt für sich und wird gleichzeitig achtsam für die unterschiedlichen Bedürfnisse innerhalb der Gruppe. So wird (Selbst-)Vertrauen und innere Zufriedenheit gefördert und damit gleichzeitig die allgemeine Lernbereitschaft und Konzentrationsfähigkeit! Im Workshop sollen spielerisch-altersgemäße Asanas (Yogahaltungen) sowie Atem- und Entspannungstechniken vorgestellt und erlebt werden.

Leonore Albers (Diplompädagogin/Förderschullehrerin, Grundschule Wennigsen)

 

2.6

Work in progress – Inklusive Welterkundung an der Otfried-Preußler-Schule in Hannover  entfällt!

Ein Team, bestehend aus einer Grundschulpädagogin und einer Sonderpädagogin, zeigen Lernchancen der inklusiven Welterkundung in der Praxis anhand konkreter Beispiele seit Beginn der ersten Klasse. Wir begleiten die Schülerinnen und Schüler bei der Bearbeitung von Forscherfragen und bei der Auseinandersetzung mit dem Kompetenzmodell der Welterkundung. Eine wahre Herausforderung aufgrund der geltenden Rahmenbedingungen der seit ca. 2 Jahren eingeführten inklusiven Grundschule in Niedersachsen.

Sabine Rodenberg, Christine Plitt (Sonder-/Grundschulpädagogin, Otfried-Preußler-Schule Hannover)

 

2.7

Design Thinking - Schulinnovationen mal anders

Design Thinking ist eine im Silicon Valley, dem Gründermekka der Welt, entwickelte Methode, die mittlerweile in Institutionen und Unternehmen in der gesamten Welt verwendet wird, um neue Ideen zu entwickeln. Anders als der Term “Design” vermuten lässt, geht es dabei weniger um die grafische Gestaltung, sondern vielmehr um die kreative Problemlösung im interdisziplinären Team. Ich war Student an der School of Design Thinking in Berlin und habe dort ein Projekt im Bildungswesen betreut. Dabei habe ich gemerkt, wie prädestiniert die Methode für Veränderungen in der Schule sein kann und wie sich auch schon einzelne Aspekte davon in den Schulalltag einbinden lassen könnten. In dem Workshop möchte ich euch die Grundprinzipien der Methode näher bringen. Aber Achtung: Dies wird kein Frontalvortrag. Wir werden schnell die Hemdsärmel hochkrempeln und schon in den 1 1/2 Std. beispielhaft eine Idee erarbeiten, um wirklich zu merken, was es heißt, ein Design Thinker zu sein. Das wird gut! Ich freue mich auf euch.

Erik Berndt (Mensch-Technik Psychologe und Design Thinker, TU Berlin), Maximilian Kraft (Mensch-Technik Ingenieur und Design Thinker, TU Berlin)

 

2.8

Eine Schule für alle entwickeln – der Index für Inklusion als Wegweiser auf dem Weg zu einer inklusiven Kultur, Struktur und Praxis in der Schule  entfällt!

Inklusion basiert auf Teilhabe und einer an Werten orientierten Entwicklungsarbeit. Dabei hilft der Index, diese Entwicklungsarbeit anzustoßen, bereits vorhandene inklusive Kultur, Struktur und Praxis in der Schule zu identifizieren und weitere Ziele auf dem Weg zu einer Schule für alle zu formulieren. Der Workshop möchte den TeilnehmerInnen Gelegenheit geben, durch konkrete Übungen, den Index, sein Potential und seine Einsatzmöglichkeiten in der Entwicklungsarbeit kennenzulernen.

Birgit Rauschke (Mittendrin Hannover e.V.), Jan Voß (Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen e.V.)