Workshop 2

Die zweite Workshop-Runde findet von 14.15 bis 15.45 Uhr statt.

 

2.1

"Dabei sein ist noch nicht alles" - Sprachlich barrierefreier Unterricht im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung an der Grundschule

Wir haben schon viel geschafft in Niedersachsen, indem Inklusion in der Schule mittlerweile immer mehr zur Selbstverständlichkeit wird. Gleichzeitig sortieren wir in unseren Köpfen noch viel nach dem Motto: Für wen ist Inklusion etwas und für wen nicht? Gerade im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung gibt es sowohl auf Seiten aller beteiligten Pädagogen viele Unsicherheiten, wie oder ob überhaupt Inklusion gelingen kann. Dieser Workshop möchte aufzeigen:
- Welche gemeinsame Haltung brauchen wir, um Kinder mit dem Unterstützungsbedarf geistige Entwicklung in der Grundschule willkommen zu heißen?
- Welche Strukturen sind in einer Klasse und der Schule erforderlich, um gut in diesem Förderschwerpunkt arbeiten zu können?
- Wie kann Unterricht in einer Klasse mit der Heterogenität von Hochbegabung bis zum Förderschwerpunkt geistige Entwicklung gestaltet werden?
Konkrete Fragestellungen von Teilnehmerinnen und Teilnehmer können gerne aufgegriffen werden. 

Elke Lengert (GS Garbsen-Mitte)
 

2.2

Mobiler Dienst für Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf im Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung

• Was bedeutet körperliche und motorische Beeinträchtigung?
• Wie kann ich den Mobilen Dienst beantragen?
• Was kann der Mobile Dienst leisten?
• Möglichkeit zur Klärung individueller Fragen und Vorstellung/Ausprobieren von Hilfsmitteln

Ute Lübbers-Sorhage (Förderschullehrerin, Mira-Lobe-Schule)

 

2.3

Projekt „Sprachbildung mit Poesie“ – Ein Konzept zur einfachen, kreativen Vermittlung der deutschen Sprache im Übergang Kita/Grundschule

Kinder brauchen gute sprachliche Vorbilder, um eigene sprachliche und grammatische Fähigkeiten zu entwickeln. Die funktionale Alltagssprache allein führt i.d.R. nicht zu sprachlichen Fähigkeiten, die eine für das Kind optimale Bildungsbiographie ermöglicht.

Gedichte und Lieder bieten neben ihrem kulturellen Wert gute sprachliche Vorbilder und Strukturen, die man methodisch so einsetzen kann, dass die Kinder selbständig eigene schöne Texte entwickeln können - und das auf nahezu jedem Niveau.

Im Workshop werden

- die wichtigsten „Stolpersteine“ der deutschen Sprache und Grammatik angesprochen

- Einblicke in die Methode gegeben, die sich an dem Ansatz der Sprachwissenschaftlerin Dr. G. Belke orientiert

- Beispiele für das generative Arbeiten mit Grundschulkindern anhand von Liedern und Gedichten gezeigt

Ulrike Knoch-Ehlers (Kinder-Kultur, Stadt Hannover)

 

2.4

Lernentwicklungsräume - Vom "Büffeln" zum kompetenzorientierten Lernen

Team Gebrüder-Körting-Schule (Grundschule, Hannover)

 

2.5

"Inklusion" vor 25 Jahren - Erfahrungen aus Schülersicht - entfällt

Als ich Anfang der 90er Jahre von einer Förderschule auf die wohnortnahe Grundschule wechselte, kannte noch niemand das Wort Inklusion. Trotzdem ist Inklusion genau das, was mir von da an passiert ist.
Ich werde von meinen Erfahrungen berichten und möchte Mut machen. Fragen und Diskussionen sind erwünscht und runden diesen Workshop ab. 

Maren Freise (Mittendrin Hannover e.V.)

 

2.6

Übergang /Brückenjahr - Erfahrungen mit Kindern aus vielen Kulturen in Funktionsräumen der Konsultationskita

Renate Dressler (Ev. luth. Kindertagesstätte Hainholz)

 

2.7

Sprachfördertechniken im Schulalltag - Erfahrungen aus dem „Fellbach-Projekt“ - ausgebucht

In diesem Workshop wird in einem ersten Schritt das „Fellbach-Konzept“ (Kucharz, Mackowiak & Beckerle 2015) vorgestellt, das auf einer Weiterqualifizierung im Bereich alltagsintegrierter Sprachförderung für pädagogische Fachkräfte im Elementar- und Primarbereich beruht. In einem zweiten Schritt wird ein wesentlicher Bestandteil dieses Konzepts, nämlich die Anwendung von Sprachfördertechniken, fokussiert; mithilfe von Sprachfördertechniken können Lehrkräfte alle Kinder entsprechend ihrem Sprachstand im Schulalltag sprachlich anregen und unterstützen. Ziel des Workshops ist es, erste Ideen zu entwickeln, wie Sprachfördertechniken bewusst, zielgerichtet und adaptiv im inklusiven Schulkontext eingesetzt werden können.

Christine Beckerle (wissenschaftliche Mitarbeiterin; Leibniz Universität Hannover/Institut für Sonderpädagogik)

 

2.8

Hinschauen, Handeln - NO BLAME APPROACH, ein lösungsorientierter Ansatz gegen Mobbing

In vielen Schulklassen finden sich Mädchen und Jungen, die über einen längeren Zeitraum hinweg von ihren Mitschülern und Mitschülerinnen gehänselt, geschlagen, bedroht oder auf andere Art und Weise gedemütigt werden. Die Opfer leiden ganz überwiegend unter dieser Situation und sind häufig nicht mehr in der Lage, diese Situation allein zu bewältigen. Sie benötigen Schutz und die Unterstützung seitens Dritter.

Der NO BLAME APPROACH ist eine lösungsorientierte Vorgehensweise in der Tradition systemischer Ansätze. Der lösungsorientierte Ansatz steht im Gegensatz zu problemorientierten Vorgehensweisen, die häufig davon ausgehen, dass eine Veränderung die Problemperspektive bzw. –analyse voraussetzt.

Der NO BLAME APPROACH gibt schon nach e i n e m Tagesworkshop mit eigenen Übungssequenzen den Pädagogen ein einfaches Instrument an die Hand, zum Wohl und Schutz der Betroffenen zu handeln. Dieser Kurzworkshop gibt einen ersten Einblick.

Hans Dohrmann (Mentor, SiS